Die Gemeinde Gnarrenburg will mehr Ärzte

Mehr Haus- und vor allem Fachärzte wünscht sich die Gemeinde Gnarrenburg im Landkreis Rotenburg. Um das zu erreichen will sie auch selbst aktiv werden.

Zum Teil „vorbildliche Versorgung“ bei den Hausärzten

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bescheinigt Gnarrenburg bei den Hausärzten eine gute bisweilen sogar vorbildliche Versorgung. Insbesondere die Gemeinschaftspraxen trügen dazu bei, berichtete Marcel van der Pütten, Geschäftsbereichsleiter im Gnarrenburger Rathaus.

Bedarf an Fachärzten in Gnarrenburg und Umgebung

Bedarf bestehe insbesondere bei Fachärzten. Hier gelte die Versorgung als ausreichend. Für die Bewertung wurden allerdings auch Praxen in den umliegenden Mittelzentren Bremervörde, Zeven und Osterholz-Scharmbeck hinzugezogen. Sie befänden sich in „zumutbarer Entfernung“. Vom Ortskern sind es zwischen 16 und 28 Kilometer.

Busverbindungen sollen besser werden

Die Gnarrenburger wollen sich dafür einsetzen, dass die Bürger diese Städte auch mit dem Bus besser erreichen können. Und sie wünschen sich mehr Fachärzte in der Umgebung. Einen Dermatologen, einen Rheumathologen und einem Gynäkologen zum Beispiel.

Gespräche mit Kassenärztlicher Vereinigung

Erreicht werden soll dies zum Einen durch Gespräche mit der KV. Sie ist der wichtigste Akteur wenn es darum geht, wo Ärzte praktizieren dürfen.

Projekt „Landpartie“ soll weiter gefördert werden

Auch soll Projekt „Landpartie“ weiter unterstützt werden. Hier geht es um eine Kooperation zwischen der Medizinischen Hochschule Hannover und örtlichen Arztpraxen. Das Ziel: junge Medizinstudenten die Arbeit auf dem Lande schmackhaft machen und sie im Idealfall nach der Ausbildung für eine hiesige Praxis gewinnen.

Anreize für Praxisgründer

Ein weiteres Instrument: Bei der Gründung der Praxis soll ein Zuschuss für die Investition gewährleistet sein. Außerdem soll dem Praxisgründer eine Umsatzgarantie zugesprochen werden. Auch darüber will die Gemeinde weiter Gedanken nachdenken.