Entsetzen in Karlshöfen: NPD tagt im „Dancing Club“

In Karlshöfen (Landkreis Rotenburg) hat am Samstag eine Veranstaltung der NPD stattgefunden. Eine Hundertschaft der Polizei beobachtete das Treffen. Die Betreiberin des Lokals entschuldigte sich.

Ort bleibt lange geheim

Seit Tagen hatte die NPD auf ihre Redner- und Musikveranstaltung „im Raum Bremen“ hingewiesen. Dass sie im „Dancing-Club“ in Karlshöfen stattfinden würde, habe die Polizei erst kurz vor Beginn erfahren. Ursprünglich sei nur vom Landkreis Rotenburg als Veranstaltungsort die Rede gewesen.

Hohe Funktionäre und Ex-Pastor reden

Als einer von drei Rednern war der ehemalige Pastor Ernst Bode angekündigt. Auch der schleswig-holsteinische NPD-Vorsitzende Ingo Stawitz und Thorsten Heise, Vorsitzender der Partei in Thüringen, wurden erwartet.

Einschlägig bekannter Sänger

Für den Abend stand ein Konzert mit Rechtsrock-Sänger Michael Regener alias „Lunikoff“ auf dem Programm. Regener war Sänger der inzwischen als kriminelle Vereinigung verbotenen Rechtsrock-Band Landser.

Polizei zählt 90 Teilnehmer

Insgesamt zählte die Veranstaltung laut Polizei etwa 90 Teilnehmer.  Die Veranstaltung sei friedlich verlaufen. In Karlshöfen und Umgebung sorgte das NPD-Treffen für großes Aufsehen. „Dancing-Club“-Wirtin Sarah Mendelsohn distanzierte sich von der Veranstaltung und entschuldigte sich bei ihren Gästen und den Karlshöfener Einwohnern.

Anmeldung unter „falschen Voraussetzungen“

Sie habe nicht gewusst, dass hinter dem Veranstalter die NPD steckte. Die habe unter falschen Voraussetzungen das Lokal angemietet, erklärte sie. Von 150 Leuten, die nett zusammen feiern wollten, sei die Rede gewesen.