Kritik am geplanten Abriss des Pfarrhauses in Zeven

Vor Jahresende soll ein weiteres Stück altes Zeven abgerissen sein – das St.-Viti-Pfarrhaus mit Gemeindebüro an der Bäckerstraße. Der Zevener Architekt Hans Kist kritisiert das Vorhaben.

Kirche fürchtet unkalkulierbare Kosten

Die Kirchengemeinde möchte anstelle des 1906 errichteten Pfarrhauses einen Neubau errichten. Die Sanierung des Altbaus hat die Kirche verworfen, weil sie unkalkulierbare finanzielle Belastungen fürchtet und weil die Barrierefreiheit des Gebäudes nur mit hohem Aufwand zu erreichen wäre. Gleichwohl ruft der geplante Abriss Kritiker auf den Plan. Einer von ihnen ist der Zevener Architekt Hans Kist. Er bezeichnet das Vorhaben als „ökologische Katastrophe“.

„Optische Umweltverschmutzung“

Wer den Neubau propagiere, der offenbare, dass ihm an Nachhaltigkeit nichts liege. „Bei einer Sanierung fällt längst nicht so viel Müll an wie bei einem Neubau“, weiß der Fachmann. In diesem Zusammenhang verweist er auf den Energieverbrauch für die Herstellung von Materialien wie Klinker oder Zement, die für den Neubau benötigt werden.  Neben der „ökologischen Katastrophe“ sieht Kist eine „optische Umweltverschmutzung“ heraufziehen. Der von rotbraunem Mauerwerk und schwarzem Blech dominierte Bau passe sich nicht in die Umgebung ein.