Kriegsgefangenenlager Sandbostel: Gedenken an die Opfer

Britische Truppen haben das NS-Kriegsgefangenenlager Sandbostel am 29. April 1945 befreit. Tausende Menschen waren dort im Laufe des Zweiten Weltkriegs umgekommen. Jetzt bereitet die Gedenkstätte Lager Sandbostel ihre jährliche Gedenk-Veranstaltung zum Jahrestag der Befreiung vor. 

Gedenken in Sandbostel

Die Veranstalter erwarten Angehörige ehemaliger Insassen und konsularische Vertreter aus mehreren Nationen. Darum wird es ab 13 Uhr Rundgänge über das historische Areal in deutscher, englischer und französischer Sprache geben. Die Gedenk-Veranstaltung beginnt um 16 Uhr auf dem ehemaligen Lagerfriedhof, der heutigen Kriegsgräberstätte an der Beverner Straße.

Verschiedene Religionen

Hier ist eine Gebets-Reihe mit Geistlichen der evangelischen, katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche, des Islams und des Judentums vorgesehen. Ansprachen folgen von 17.30 Uhr auf dem Areal der Gedenkstätte an der Greftstraße. Das Lager Sandbostel zählte zu den größten Kriegsgefangenenlagern in Norddeutschland. Zwischen 1939 und 1945 waren hier insgesamt rund 313.000 Insassen registriert.

Gottesdienst in der Lagerkirche

Den Abschluss des Gedenkens bildet ein Gottesdienst in der evangelischen Lagerkirche. Dazu lädt die Kirchengemeinde Selsingen ein. Die Predigt hält der Landessuperintendent Dr. Hans-Christian Brandy aus Stade.