Sandbostel: Azubis vom Katasteramt kartografieren Lagerfriedhof

Zwei Auszubildende des Katasteramts Bremervörde haben die Geodaten der Kriegsgräberstätte  Sandbostel gesammelt und in Karten visualisiert.  Die Kartierung des Lagerfriedhofs war ein lang gehegter Wunsch der Gedenkstätte Lager Sandbostel.

Willkommene Gelegenheit

Für die Auszubildenden des Katasteramts bot das Projekt eine willkommene Gelegenheit, ihr Wissen anzuwenden. Fünf Wochen lang haben die angehenden Vermessungstechniker den Lagerfriedhof – das Gelände der heutigen Kriegsgräberstätte Sandbostel – vermessen, kartografiert und digitalisiert.

Hilfe für Gedenkstätte Sandbostel

Ein Plan soll Besuchern das Orientieren auf dem Gelände erleichtern. Das Kartenmaterial ist für die Forschungsarbeit der Gedenkstätte Lager Sandbostel, aber auch für die Instandsetzung der Kriegsgräberstätte von großem Nutzen: „Eine Kartierung hat lange gefehlt. Für unsere Forschungen und anstehende Baumaßnahmen wird das Material sehr hilfreich sein“, sagt Ronald Sperling, wissenschaftlicher Dokumentar.

Grabstellen exakt lokalisieren

Mithilfe der Karten hoffen die Historiker, Grabstellen künftig exakter lokalisieren zu können.  „Wir bekommen aus der ganzen Welt Anfragen von Menschen, die auf der Suche nach Gräbern ihrer Angehörigen sind. Dank der neuen Karten können wir alte Grablagen leichter identifizieren und Angehörigen so leichter Auskunft geben.“