Sittensen: Alte Apfelsorte feiert ihr Comeback

Er ist schön rotbackig. Sein Fleisch knackig und saftig. Der Knebusch ist zum Reinbeißen. In der Börde Sittensen feiert die alte Apfelsorte ihr Comeback.

Vor 120 Jahren in Sittensen entdeckt

Beim Sittenser Erntefest am 7. Oktober kann man einmal in den süß-säuerlichen Apfel beißen. Auch gibt es beim Knebusch-Tag junge Bäume der Sorte zu kaufen. Der leicht glockenförmige Apfel mit dem feinen Aroma wurde um 1900 auf dem Hof von Johann Knebusch in Sittensen entdeckt.

Lange in Vergessenheit

Im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten, kehrt er jetzt zurück. 2013 kürten Pomologen ihn zum Apfel des Jahres. Auch im Entdeckergarten des Freilichtmuseums am Kiekeberg steht ein Exemplar der robusten alten Sorte. In die Börde Sittensen, wo immer ein paar Bäume standen, wird der Knebusch nun häufiger angepflanzt.

Ideal für Streuobstwiesen

Am besten, man nascht den Knebusch vom Baum. Lange haltbar ist der gute Tafelapfel nicht. Weil die Sorte sehr robust ist, ist sie für Streuobstwiesen gut geeignet. Jörg Benecke von der Börde Mosterei verarbeitet die Äpfel zu Saft.  Wie der 47-Jährige Produkte aus der Börde besser bekannt machen möchte, steht in der morgigen Ausgabe der Zevener Zeitung.