Sittensen: Angler helfen dem Aal zu überleben

Der europäische Aal droht auszusterben, warnen Experten. Der Fisch braucht die Hilfe des Menschen. In Groß Meckelsen bei Sittensen haben Angler nun elf Kilogramm Jungaale in die Oste gesetzt.

Immer weniger Aale

Die Tiere sollen helfen, den Bestand zu erhalten und zu verbessern. Doch das allein reicht nicht. „Wir müssen für bessere Lebens- und Nahrungsgrundlagen sorgen“, sagt Wilhelm Nack vom Groß Meckelser Angelverein. Die Oste war nach seinen Worten immer ein aalreicher Fluss. Inzwischen werden die Tiere immer weniger.

Lange Wanderung

Der europäische Flussaal laicht in der Sargassosee südlich der Bermuda-Inseln. Mit dem Golfstrom gelangt die Aalbrut an die Atlantikküste Europas. Diese Wanderung kann mehr als drei Jahre dauern. Rund 100 Kilometer vor der Küste verwandeln sich die Larven in drei bis vier Zentimeter lange, durchsichtige Glasaale.

Auf dem Teller

Vor Spanien, Frankreich, England oder Portugal werden sie oft weggefischt, denn in einigen asiatischen Ländern werden diese Tiere gern gegessen. Um die Art zu retten, werden die Glasaale in Aalfarmen gebracht und dort aufgezogen. Wenn sie fünf bis zehn Zentimeter lang sind, werden sie wieder ausgesetzt.