Windparks: Zeven bietet dem Kreis die Stirn

Wieder droht Streit mit dem Landkreis. Politiker aller Fraktionen in Zeven, Elsdorf, Heeslingen und Gyhum stellen sich gegen die Windparkplanung des Kreises. In einer Stellungnahme zum Regionalen Raumordnungsprogramm lehnen sie die angestrebte Ausweisung von fünf sogenannten Vorrangflächen in der Samtgemeinde Zeven ab.

Vorrangflächen sind 429 Hektar groß

In allen Gemeinden der Samtgemeinde regt sich Widerstand gegen die Windparkpläne des Kreises. Auch wenn die Gründe für die Ablehnung unterschiedlich sind, in einem Punkt sind sich die Politiker mehrheitlich einig: Es kann nicht angehen, dass fünf der insgesamt 16 Vorrangstandorte für Windenergienutzung auf Gebiet der Samtgemeinde liegen (Weertzen, Wistedt, Nartum, Hesedorf und Elsdorf). Sie erstrecken sich auf 429 Hektar. Das entspricht 1,7 Prozent des Samtgemeindegebietes.

Abstand zwischen Windrad und Bebauung

Als weiteres „Unding“ werten die Volksvertreter in den Gemeindegremien, dass der Kreis das Abstandsgebot zwischen einem aktuell 240 Meter hohen Windrad und dem nächstgelegenen Wohnhaus auf 400 Meter reduzieren will, während in Bayern als Abstand das Zehnfache der Windradhöhe gelte.