Zeven: Dieser Amerikaner ist Radwegepate

Er kümmert sich um insgesamt 225 Kilometer Radwege. Der gebürtige Amerikaner Neil Buzynski betreut die Routenwegweiser der Zevener Geest.

Zeven lohnendes Ziel für Radtouristen

Die Zevener Geest ist ein lohnendes Ziel für Radtouristen. Das beweisen gute Übernachtungszahlen und die damit in der Region verbundene steigende Nachfrage für „Bed and Bike“. Trotz Handy und GPS sind nach wie vor Wegweiser an den Wegen unerlässliche Orientierungspunkte. Dass sich die Beschilderung im Bereich der Zevener Geest in gutem Zustand befindet, darum kümmert sich Neil Buzynski für den Verkehrsverein.

Amerikanische Staatsbürgerschaft behalten

Der Mann aus dem US-Staat Maine war im Laufe seiner Zugehörigkeit zum Nachrichtendienst der US-Army dreimal in Deutschland stationiert. Neil hat seine Lebenspartnerin Brigitte Hopff beim Besuch des Frauenchores Zeven in Berlin kennen gelernt und wohnt deshalb seit 1982 in Zeven. Seine amerikanische Staatsbürgerschaft hat er bis heute behalten.

Rüstiger Pensionär

Als rüstiger Pensionär (74) fühlt er sich fit. Deshalb bot er dem Vorsitzenden des Verkehrsvereins, Ralph Paulsen, kürzlich an, sich für die gesamtem TouRow-Routen innerhalb der Zevener Geest ehrenamtlich als Radwegepate zur Verfügung zu stellen. Seit zwei Jahren hat er darin Erfahrungen gesammelt, als er für eine der Strecken verantwortlich war.

Für gesamtes Netz zuständig

Weil aber die anderen Helfer mit der Zeit ausblieben, ist er jetzt für das gesamte Zevener Routennetz zuständig. Das sind immerhin rund 225 Kilometer, die er ein- bis zweimal jährlich inspiziert. Neil achtet darauf, dass die Hinweisschilder für Radler sauber und lesbar sind. Dazu führt er Eimer, Schrubber und Putzzeug auf seinem Fahrrad mit.

Schilder werden freigeschnitten

Manchmal sind Wegemarken auch beschädigt, dann muss repariert oder ein fehlendes Schildchen ersetzt werden. Hin und wieder müssen sie auch wieder in die richtige Richtung gedreht werden, wenn sie ein landwirtschaftliches Fahrzeug berührt  hat. Nicht zuletzt schneidet er Schilder frei, wenn wucherndes Buschwerk den Hinweis überdeckt.

Joachim Schnepel

Joachim Schnepel

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Ich bin seit über 30 Jahren Journalist mit verschiedenen Stationen. Meine Interessenschwerpunkte liegen vorwiegend im kulturellen Bereich. Auch mag ich Musik fast aller Richtungen, mit Ausnahme von Techno und Rap. Privat schwärme ich außerdem für alte Autos.