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Zevener Klärschlamm wird bald nur noch verbrannt

Kartoffeln ohne Gülle. Mehl ohne Klärschlamm. Was sich radikal-ökologisch anhört, wird bald Wirklichkeit. Zumindest im Hinblick auf den Klärschlamm. Auch in der Samtgemeinde Zeven geht der Weg jetzt in Richtung Verbrennung.

Klärschlamm wird noch als Dünger genutzt

Es ist kein appetitliches Thema. Aber im Zuge der vielfach geforderten Lebensmittelsicherheit schon ein wichtiges. Als Klärschlamm wird die Mischung aus Fest- und Flüssigstoffen bezeichnet, die sich nach der Abwasserreinigung im Klärwerk absetzt. Auf Feldern ausgebracht nutzen Landwirte den Schlamm als Dünger. Aber das ist bald vorbei.

Starker Druck aus der Nahrungsmittelindustrie

Etliche Bauern werben in ihren Hofläden schon damit, dass sie Kartoffeln ohne Gülle verkaufen. Und seit Jahren ist die Nahrungsmittelindustrie dabei, von ihren Mehl-Lieferanten zu verlangen, keinen Klärschlamm mehr zu verwenden. Der Druck ist immer stärker geworden.

Zeven reagiert auf die Entwicklung

In Berlin wurde lange Jahre darüber diskutiert. Jetzt gibt es eine neue Düngemittel-Verordnung. In zwölf Jahren ist Schluss mit dem Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Flächen. Nun wird auch in Zeven reagiert. Die Samtgemeinde modernisiert ihr Klärwerk – und bereitet sich darauf vor, ihren Klärschlamm verbrennen zu lassen.

Andreas Kurth

Andreas Kurth

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Andreas Kurth ist gebürtiger Rotenburger, und hat an der Wümme auch das journalistische Handwerk gelernt. Zuvor hat er Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Hamburg studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Seit 1993 kümmert er sich bei der Zevener Zeitung darum, was in Stadt und Samtgemeinde Zeven so los ist. Der einst selbst als Spieler und Trainer aktive Kicker ist Mitglied in zwei Fußball-Vereinen - im Heeslinger SC und bei Hertha BSC Berlin.