„Bürger in Wut“: Rechtsextremist auf Gehaltsliste von Timkes Firma?

Jan Timke, Chef der „Bürger in Wut“ (BIW), steckt in Erklärungsnot. Er hat eine Security-Firma gegründet und dabei einen Mitarbeiter unter Vertrag genommen, der Kontakt zur rechtsextremistischen „Bruderschaft Nordic 12“ haben soll.

Timke hat Brewag GmbH gegründet

Timke, der für BIW in der Bremer Bürgerschaft und in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung sitzt, hat Mitte Dezember vergangenen Jahres die Brewag GmbH gegründet. Sitz der Security-Firma ist Bremen.

Mitarbeiter übernommen?

In Bremerhaven gab es zu Jahresbeginn den ersten Auftrag. Im Columbus-Center hat die Brewag einen Bewachungsauftrag von einer anderen Firma übernommen. Übernommen hat sie auch die Mitarbeiter dieser Firma. Und unter denen befand sich der Mann, der mit „Nordic 12“ in Verbindung stehen soll.

Timke: Extreme Vergangenheit war unbekannt

„Nordic 12“ steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Timke beteuert, davon nichts gewusst zu haben, als er die Mitarbeiter der anderen Firma übernahm. Als offenbar wurde, dass es einen Kontakt zu „Nordic 12“ gibt, sei der Mann fristgerecht entlassen worden.

Zuverlässigkeitsprüfung im Visier

Timkes neue Firma wird nun trotzdem von den Behörden überprüft. Dabei geht es um die Frage, ob der verdächtige Mitarbeiter bereits im Einsatz war, obwohl die für alle Neueinstellungen verpflichtende Zuverlässigkeitsüberprüfung durch die Behörden noch nicht abgeschlossen war. Dann droht womöglich der Entzug der Betriebslizenz.