In Bremerhaven-Leherheide müssen alte Eichen sterben

Krank, morsch, nicht mehr sicher: Von zwei uralten, mächtigen Eichen sind nur noch die Stümpfe übrig. Das Gartenbauamt hat die Riesen fällen müssen. Doch die Anwohner des Heidewegs in Leherheide sind deswegen auf dem Baum.

Fassungslos fotografieren Anwohner die Fällarbeiten. Foto Privat

Erscheinungsbild der schönen Straße leidet

„Man hätte doch wenigstens einen der zwei Bäume bloß auszulichten brauchen“, beklagt auch Hannes Pohl das Abrasieren der Riesen. Doch zum Auslichten war die Eiche nach Sturm „Herwart“ zu schwer geschädigt, betont Gartenbauamtsdezernent Maurice Müller.

Nur noch mächtige Stümpfe sind stehen geblieben. Ob Ersatz gepflanzt wird, ist unklar. Foto Schwan

Nicht gegen Naturereignisse gefeit

Seit rund 150 Jahren prägen die stolzen, knorrigen Eichen das Erscheinungsbild der traditionsreichen Altleherheider Straße. „Jetzt wird der schöne Weg zerstückelt, und es hat vorher niemand Bescheid gesagt“, kritisieren die Bewohner.

Bäume stehen nicht auf der Liste

Auf der amtlichen öffentlichen Baumfäll-Liste der Stadt sind diese beiden Bäume am Straßenrand auch nicht verzeichnet. Doch diese Liste stammt vom vergangenen Oktober. In der Zwischenzeit – auch ein neuer großer Sturm lag in diesem Zeitraum – habe der Bauminspektor weitere Bäume geprüft und für nicht mehr standsicher befunden, erklärt Gartenbauamtsleiter Thomas Reinicke. „Es geht hier ja um Ereignisse in der Natur, die nicht vorhersehbar sind.“

Ersatzbäume sind noch fraglich

Ob für die beiden geliebten Eichen Ersatz gepflanzt wird, entscheidet sich in Kürze. Zuständig ist das Amt für Straßen- und Brückenbau, weil die insgesamt 14 alten Eichen des Heidewegs im öffentlichen Straßenraum stehen. „Wir haben in unserem Haushalt eigentlich kein Geld für Ausgleichspflanzungen“, sagt Amtsleiter Enno Wagener, „aber wir prüfen jetzt, ob es noch Möglichkeiten gibt.“