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Alte Geestebrücke ist vom südlichen „Festland“ abgetrennt

Das morsche Verbindungsstück ist raus. Jener 14 Meter lange Stahlträger, der bisher die Fahrbahn der Brücke mit der Geestemünder Ludwigstraße verband. An dieser Naht klafft jetzt ein tiefer Spalt runter zum Fluss. Denn die „Brückenspitze“ ist in der Nacht zu Mittwoch ausgebaut worden. Rost hat den Stahl regelrecht perforiert.

Am stärksten belasteter Brückenteil ist morsch

Baustadträtin Dr. Jeanne-Marie Ehbauer schaut der leitenden Brückenbau-Ingenieurin gespannt über die Schulter: Die weist auf die schwarzen, metallischen Placken aus Rost, die schon unter den Fingern zerbröseln. „Das hier ist der am stärksten belastete Teil der Brücke“, erklärt Ehbauer, warum der Verschleiß hier verhängnisvoll ist.

Ostfriesische Spezialfirma baut die neue Brückenspitze

Darum wird dieses Brückenteil bei einer Spezialfirma in Ostfriesland derzeit neu hergestellt. Ende Juli soll es geliefert und eingesetzt werden. Doch auch die Verbindungsstücke zwischen dem Träger und der Brückenfahrbahn sind zerfressen von Feuchtigkeit und müssen erneuert werden.

Erste Sanierungsphase kostet etwa 300.000 Euro

Diese ersten Sanierungsschritte kosten rund 300.000 Euro. Die komplette Brückensanierung dauert bis 2019 und wird rund 2,5 Millionen Euro verschlingen. „70 Prozent davon werden  aber vom Bund gefördert“, ist Ehbauer froh, dass der städtische Haushalt die kleinste Last daran zu tragen hat. Die Geestebrücke soll am 20. August wieder für den Verkehr frei gegeben werden. Vorerst.

2019 wird die Brücken-Unterseite vom Rost befreit

Denn 2018 sind die nächsten Reparaturen fällig. Dann geht es um das rissige Jugendstil-Fachwerk und die Prüfung und Planung für die große Restsanierung: Die ganze Brückenunterseite soll 2019 vom Rost befreit werden.