Internet-Betrüger nehmen Bürgerschaftsabgeordnete ins Visier

Etwa 15 Bürgerschaftsabgeordnete sind nach Informationen der NORDSEE-ZEITUNG Opfer von Internet-Betrug geworden. Ein Sprecher der Bremer Polizei bestätigte am Mittwoch mehrere Ermittlungsverfahren, bei denen nun die Zusammenhänge des Waren-Betrugs im Netz geprüft werden sollen. 

Betrüger geben falsche Lieferadressen an

Betrüger haben im Namen der Parlamentarier Waren im Internet bestellt und falsche Lieferadressen angegeben. Meist soll die bestellte Ware an eine gefakte Adresse in der Stadt Bremen geliefert worden sein.

Die Geburtsdaten stehen auf der Homepage der Bürgerschaft

„Alle Abgeordneten sind mit ihren Geburtsdaten auf der Homepage der Bremischen Bürgerschaft vertreten“, sagt der Polizeisprecher. Das mache es für die Betrüger sehr einfach, an persönliche Daten zu kommen. Mehr wollte die Bremer Polizei nicht sagen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

„Mich hat es auch erwischt“

Neben dem Bürgerschaftsabgeordneten Jan Timke (Bürger in Wut) sind auch die CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Christine Schnittker und Sascha Lucht betroffen. „Mich hat es auch erwischt“, sagt Schnittker. Auf den Betrug ist sie aufmerksam geworden, als sie von einem Inkassobüro Post bekam, dass sie ihre Rechnung für Sportklamotten im Wert von etwa 600 Euro noch nicht bezahlt habe.

Denise von der Ahé

Denise von der Ahé

zeige alle Beiträge

Redakteurin/Korrespondentin im Bremer Büro der NORDSEE-ZEITUNG. Kam nach Stationen bei der Saarbrücker Zeitung und der Braunschweiger Zeitung immer weiter Richtung Norden. Sie berichtet aus Bremen über alles, was dort entschieden wird und für Bremerhaven spannend und wichtig ist.