Kindersprint in Bremerhaven: 150 Schüler laufen im Slalom um Pokale

Sie schlagen einen Haken nach dem anderen, kurven, schlingern und schnaufen: 150 Kinder aus drei Bremerhavener Grundschulen rennen gegen die Uhr an. Alle wollen ins Bundesfinale des Barmer-Kindersprints nach Leipzig. Aber nur die besten zehn kriegen das begehrte Ticket.

Elegant die Kurve im Parcours kriegen

Fast eine Mini-Olympiade: Am Sonnabend war die Turnhalle der Goetheschule Ort der Medaillen und Pokale. 150 Erst- bis Viertklässler aus der Goetheschule, Veernschule und der Schule am Hinschweg in Langen sind den Parcours der roten „Hütchen“ entlang gekurvt, um zu den Schnellsten zu gehören und einen Preis zu ergattern. Denn auch ein Treppchen war, ganz Olympia-like, aufgebaut.

Auch Paulina (7) sprintet um die Pylonen des Parcours, dabei darf aber keines der roten Hütchen umgerissen werden. Foto Ulrich

Erster Kindersprint in Bremerhaven

Der Aktionstag der Barmer Krankenkasse ist zum ersten Mal auch nach Bremerhaven gekommen. „Wir haben das schon in etwa 60 Städten angeboten“, sagt Eventmanager Frank Richter, „und versuchen in jeder Stadt etwa 1000 Kinder damit zu erreichen.“

Nur drei Grundschulen angemeldet

In Bremerhaven und Langen haben aber nur drei Schulen auf die Einladung reagiert. Mit rund 700 Grundschülern hat Richters Team in der vorigen Woche Testläufe organisiert und zum Stadt-Entscheid an diesem Wochenende eingeladen. Sinn des Kindersprint ist, Lust aufs Bewegen zu machen.

Computer wirft Ergebnisse sofort aus

Ein Computer misst auf dem Parcours, wie gut jedes Kind auf Signale aus Licht und zugleich Hindernisse reagiert, wie gut es ausweicht statt die Hütchen umzuwerfen und wie schnell es dabei läuft. Denn, betont Richter: „Viele Kids können schon nicht mehr Augen und Beine koordinieren.“ Diese Aktion soll ein Anstoß für die Schulen sein, so einen gemeinsamen Wettbewerb selbst zu organisieren.

Die zehn Schnellsten dürfen zum Bundesfinale

Und „the winner is“: Timon Kewes und Muhammed-Can Aratman  von der Goetheschule siegten bei den Jungen mit jeweils 5,42 Sekunden. Und schnellstes Mädchen war Amy Bräuer,  auch von der Goetheschule mit 5,53 Sekunden. Sie dürfen im Mai zum Bundesfinale nach Leipzig. Ebenfalls diese jeweils Erstplatzierten Jungen und Mädchen jedes Jahrgangs: Jona Reimchen (1. Klasse, Goethe) und Mia Keim (1. Klasse Goethe), Cansin-Taha Akman (2. Klasse Goethe) und Semina Alic (2. Klasse Goethe), Naiym Zaher (3. Klasse Veern) und Mira Kewes (3. Klasse Goethe).