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Happy Cheeze: Käse ganz ohne Kuh

Der Camembert schmeckt würzig, der Frischkäse pikant und die Buttermilch herrlich frisch – doch etwas ist anders: In den Produkten von Happy Cheeze ist keine Kuh drin. Grundlage für die Käse-Alternativen des Cuxhavener Unternehmens ist keine tierische Milch, sondern die aus Cashewkernen. Von der Tierrechtsorganisation Peta gab es für dieses Konzept jetzt einen Preis.

Firma gewinnt „Progress Award 2017“

Im Juli wurde die Cuxhavener Firma mit dem „Progress Award 2017“ in der Kategorie „Beste Auswahl an veganen Bio-Käse- und Milchprodukten“ ausgezeichnet.
Dr. Mudar Mannah gründete Happy Cheeze 2012 – damals lebte der 43-Jährige noch in Berlin und arbeitete als Arzt. Das Leben als Mediziner und Käse-Fabrikant lief einige Zeit parallel nebeneinander her.

Käse-Macherei statt Klinik-Alltag

2013 entschied Mannah, sich komplett seinem Unternehmen zu widmen und kündigte den Job, den er zwischenzeitlich bei der Cuxhavener Helios Klinik angenommen. Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. Nachdem er sein Käse-Geschäft anfangs auf rund 40 Quadratmetern betrieb, stehen ihm heute 680 Quadratmeter zur Verfügung. Im alten Hafen beschäftigt er heute 14 Mitarbeiter.

Monatlich eineinhalb Tonnen Käse

Aus einer Tonne Cashewkernen werden pro Monat rund eineinhalb Tonnen Käse hergestellt, die im Handel im Hochpreissegment angeboten werden. Hunderte Reformhäuser und Naturkostläden in Deutschland und Frankreich bieten den Cashew-Käse an. Trotz der guten Auslastung sieht Mannah noch Luft nach oben.  „Ich hoffe, dass wir in zwei, drei Jahren nicht mehr eineinhalb Tonnen pro Monat, sondern pro Woche herstellen“, sagt er.