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Bremerhaven: Sozialdezernentin hält Büsing-Anzeige für „absurd“

Sozialdezernentin Dr. Claudia Schilling (SPD) hat den Vorwurf der Haushaltsuntreue, den Marika Büsing in einer Strafanzeige der Jugendamtsleiterin Susanne Hild macht, für „absurd“. Büsing vermutet Veruntreuung von Millionen, Schilling weist das zurück. 

Abweichende Zahlen in Berichten

Die parteilose Stadtverordnete Marika Büsing hat Strafanzeige gegen Jugendamtsleiterin Susanne Hild wegen des Verdachts der Haushaltsveruntreuung erstattet. Büsing begründet ihre Anzeige mit abweichenden Zahlen aus einem Budgetbericht und einem Controllingsbericht aus 2017.

Sozialdezernentin: Vorwürfe absurd

Die Sozialdezernentin bezeichnet die Vorwürfe als „aus der Luft gegriffen, von keiner Kenntnis der Verwaltungsvorgänge getrübt und deshalb absurd.“ Die unterschiedlichen Zahlen rührten daher, dass der Budgetbericht alle Haushaltsposten aus dem ganzen Jahr 2017 ausweise, der Controllingbericht hingegen nur bestimmte Zahlen aus den ersten drei Quartalen. Diese unterschiedlichen Funktionen sollten der langjährigen Stadtverordneten bekannt sein, so Schilling.

Büsing-Anzeige habe „Ehrabschneidender Charakter“

Dass Büsing Amtsleiterin Susanne Hild persönlich angezeigt hat, bezeichnet Schilling als einen „Angriff mit ehrabschneidendem Charakter.“ Die ehemalige Betreiberin des „Strohhalms“ behauptet außerdem, im Jugendamt gebe es schwarze Kassen, in die Rückforderungen eingezahlt würden, auch das bezeichnet Schilling als absurd.

Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.