Den Leherheidern stinkt’s: Zerstörungswut am Erikasee

Den Leherheidern stinkts. Immer wieder sind Spielgeräte, Infotafeln, Bänke am Erikasee beschmiert oder zerstört. Jetzt hat die Feuerwehr sogar eine Öl-Schranke in den kleinen See eingebaut. Denn da drin wurden Motorroller „entsorgt“. 

Tafeln abgerissen und See voll Öl

Das große Holzschiff am Erikasee vollgeschmiert. Liebevoll gestaltete Natur-Erklärtafeln für Kinder besprüht oder heraus gebrochen. Grill-Möbel angekokelt: Schon im Eingang zu der beliebten Naherholungsoase an der Jakob-Kaiser-Straße sind die Spuren neuer Attacken unübersehbar. Lothar Winter hat alles fotografiert und ist böse: „Da gehen so viele Menschen spazieren, da spielen Kinder“, sagt der 66-Jährige, „so geht das doch nicht weiter.“

Übeltäter bisher nicht geschnappt

Doch die Stadt ist bisher machtlos gegen die wohl nächtlichen Angriffe auf den See. In der vorigen Woche hat die Feuerwehr ausgegossenes Öl auf der Holzbrücke beseitigt. Und aus Schläuchen und Saugplatten eine Barriere ins Wasser gebaut.

Gartenbauamt beziffert Schäden auf rund 10.000 Euro

„In den letzten zwei Jahren haben wir Schäden über mindestens 10.000 Euro beseitigen müssen“, beklagt Leroy Czichy vom Gartenbauamt. Steuergeld, das an anderer Stelle fehlt, denn das Budget ist knapp. Das einst völlig verwilderte Erholungsareal war seit 2013 mit rund 800.000 Euro aus EU-Programmen ganz neu hergerichtet worden. Seitdem klagen die Anwohner über die Zerstörungswut.

Bürger wollen Erikasee kontrollieren

„Wir brauchen ehrenamtliche Patrouillen, die zeigen, wir Leherheider passen auf“, fordern nun Anwohner und Stadtteilkonferenz. Bürger, die sich ehrenamtlich zu einer Abend-Kontrolle bereiterklären, werden gebeten, sich auf der Facebook-Seite Leherheide oder bei den Stadtteilsprechern unter 0471/60034 oder 0471/64249 zu melden.