Dokumente aufgetaucht: Giftvorwürfe gegen die Deponie „Grauer Wall“

Aufgeplatzte Asbestsäcke, Filterstaub, schlechte Informationspolitik – das sind die Vorwürfe gegen den Betreiber der Deponie „Grauer Wall“ in Bremerhaven, der BEG. Die weist die Vorwürfe zurück, die Grünen fordern einen Annahmestopp.

Schwere Vorwürfe in Dokumenten

Der Betreiber der Deponie, die Bremerhavener Entsorgungsbetriebe (BEG), verstoße gegen Vorgaben aus dem Planfeststellungsbeschluss. Die Informationspolitik des Betreibers sei „beschissen“, ein Mitarbeiter soll mehrfach gelogen haben. Das sind neben der Asbest- und Filterstaubproblematik die Vorwürfe, die in Protokollen des Gewerbeaufsichtsamtes aus den Jahren 2013 bis 2015 gegen die BEG erhoben werden.

Annahmestopp auf der Deponie

Die „Bürgerinitiative keine Erweiterung Grauer Wall“, kurz Bikeg, geht davon aus, dass noch immer nicht den Vorgaben entsprechend gearbeitet wird. Die Grünen wollen das prüfen lassen und verlangen bis zur Klärung der Vorwürfe einen Annahmestopp auf der Deponie.

BEG und Magistrat weisen Vorwürfe zurück

Die BEG weist die Vorwürfe von sich. Auf der Deponie würde den Vorgaben entsprechend gearbeitet, Kontrollen fänden regelmäßig statt. Auch der Magistrat sieht das so. Am Montag sollen im Deponiebeirat offene Fragen angesprochen werden können.

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Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.